Schilddrüsenunterfunktion: Symptome, Ursachen und Behandlung

Schilddrüsenunterfunktion Behandlung Ursache Symptome

Schilddrüsenunterfunktion: Was ist das?

Die Schilddrüse nimmt als wichtige Schaltstelle im Körper Einfluss auf beinahe alle Stoffwechselvorgänge. Um diese Prozesse zu steuern, bildet sie verschiedene Schilddrüsenhormone, darunter insbesondere Thyreotropin (TSH), Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4).

Wenn in der Schilddrüse zu geringe Mengen dieser Hormone gebildet werden, laufen zahlreiche Stoffwechselprozesse verlangsamt ab. In diesem Fall spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose.

Die Unterfunktion der Schilddrüse zählt zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen des Stoffwechsels und betrifft besonders Frauen und ältere Menschen.

Unterfunktion der Schilddrüse: Symptome

Da die Schilddrüsenhormone beinahe alle Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper beeinflussen, ist es von großer Bedeutung, dass sie in ausreichenden Mengen produziert werden. Ein Hormonmangel kann, je nach Ausgeprägtheit, leichte bis schwerwiegende Folgen auf die Gesundheit haben.

Während eine leichte Unterfunktion der Schilddrüse in der Regel keine oder nur geringe Symptome auslöst, führt eine starke Unterfunktion zu einer deutlichen Verringerung der Stoffwechselaktivität. Diese kann sich durch zahlreiche verschiedene Beschwerden äußern.

Symptome bei Erwachsenen

Häufige Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion bei Erwachsenen sind

  • Müdigkeit,
  • Gewichtszunahme trotz gleichbleibender Ernährungsgewohnheiten,
  • Niedergeschlagenheit,
  • depressive Verstimmung,
  • Leistungs- und Konzentrationsschwäche,
  • gesteigerte Kälteempfindlichkeit,
  • Muskelkrämpfen sowie
  • Durchblutungsstörungen mit Missempfindungen.

Zudem können die nachfolgenden Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion bei Erwachsenen auftreten

  • niedriger Blutdruck,
  • Verlangsamung des Herzschlags (Bradykardie),
  • Vergrößerung des Herzens sowie
  • frühzeitige Arterienverkalkung (Arteriosklerose).

Durch die geringe Hormonproduktion kommt es zudem häufig zu

  • Zyklusstörungen,
  • Einschränkungen der Libido,
  • Unfruchtbarkeit und
  • Impotenz.

Äußere Anzeichen einer Unterfunktion der Schilddrüse können Haarausfall, raues und glanzloses Haar, eine heisere Stimme sowie trockene und verdickte Haut sein. Gelegentlich treten aufgrund Einlagerung des Farbstoffs Karotin zudem gelbliche Verfärbungen der Haut auf.

Bei einer besonders ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion bildet sich häufig ein Kropf (Struma), der in einigen Fällen sogar sichtbar ist.

Zudem kann es zu einem sogenannten Myxödem kommen. Dieses äußert sich durch

  • Schwellungen des Gesichts mit verdickten Lippen,
  • vergrößerter Zunge,
  • verengten Lidspalten sowie
  • Schwellungen um die Augenhöhlen.

Dies liegt daran, dass Glykosaminoglykane, spezielle Kohlenhydratketten, bei einer Schilddrüsenunterfunktion nicht mehr richtig abgebaut werden und sich im Bindegewebe ansammeln.

Symptome bei Kindern

Häufige Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion bei Kindern sind

  • eine verzögerte Sprachentwicklung,
  • verzögertes Wachstum,
  • verspätete Zahnbildung,
  • erhöhte Infektanfälligkeit,
  • Verstopfung und
  • Blässe.

Jugendliche, die unter einer Hypothyreose leiden, zeigen vermehrt

  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
  • Depressionen und
  • Angstzustände.

Äußere Symptome können bei Jugendlichen, ähnlich wie bei Erwachsenen, eine schlaffe Muskulatur, trockene Haut, Ödeme um die Augen und eine heisere Stimme sein.

Da eine Schilddrüsenunterfunktion eine Störung des gesamten Hormonhaushalts zur Folge hat, kann es bei Mädchen in der Pubertät dazu kommen, dass die Menstruation nicht einsetzt.

Symptome bei Babys

Bei Babys mit einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion sind in der Regel unmittelbar nach der Geburt typische Symptome erkennbar. Meist haben sie

  • schwache Muskelreflexe,
  • bewegen sich wenig und
  • wollen nicht trinken.

Auch eine verlängerte Neugeborenen-Gelbsucht und Verstopfung können auf das Vorliegen einer Schilddrüsenunterfunktion hinweisen.

Bleibt die Unterfunktion unbehandelt, kommt es meist zu Wachstumsstörungen und verzögerter geistiger Entwicklung. In diesem Fall spricht man von Kretinismus.

Was ist eine Latente Hypothyreose?

Eine Latente Hypothyreose bezeichnet eine Vorstufe oder eine leichte Form der Schilddrüsenunterfunktion.

Bei einer latenten Unterfunktion der Schilddrüse ist der TSH-Wert im Blut zwar erhöht, die Konzentration der Schilddrüsenhormone T3 und T4 liegt aber im Normalbereich.

Es wird davon ausgegangen, dass etwa drei bis zehn Prozent der deutschen Bevölkerung von einer Latenten Hypothyreose betroffen sind.

Symptome einer Latenten Hypothyreose

Betroffene einer Latenten Hypothyreose nehmen in der Regel keine oder nur geringfügige Symptome wahr. Typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion wie Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwäche, gedrückte Stimmungslage, Gewichtszunahme, Verstopfung, Haarausfall sowie Fruchtbarkeits- und Menstruationsstörungen treten in der Regel nur in geringer Ausprägung auf.

Eine Latente Hypothyreose wird in den meisten Fällen erst im Rahmen einer Blutuntersuchung festgestellt.

Was ist eine primäre Schilddrüsenunterfunktion?

Wenn eine primäre Schilddrüsenunterfunktion vorliegt, liegt die Ursache für die Erkrankung in der Schilddrüse selbst. Die Hypothyreose kann entweder angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln.

Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion kann aus einer fehlerhaften Entwicklung der Schilddrüse (Schilddrüsendysplasie) oder einer fehlerhaften Hormonproduktion resultieren.

Zudem kann ein Kind im Mutterleib eine Hypothyreose entwickeln, wenn die Mutter während der Schwangerschaft zu hoch dosierte Medikamente gegen Schilddrüsenüberfunktion einnimmt.

In seltenen Fällen kommt es sogar vor, dass Kinder ohne Schilddrüse zur Welt kommen. In diesem Fall spricht man von Athyreose.

Eine erworbene Schilddrüsenunterfunktion resultiert meist aus einer chronischen Entzündung der Schilddrüse.

Was ist eine sekundäre Schilddrüsenunterfunktion?

Bei einer sekundären Schilddrüsenunterfunktion spricht man auch von einer Hypophyseninsuffienz. Diese liegt dann vor, wenn die Ursache der Unterfunktion in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) liegt. Die Hirnanhangsdrüse produziert in diesem Fall zu geringe Mengen an TSH (Thyreotropin), das für die Ankurbelung der Hormonproduktion in der Schilddrüse zuständig ist.

Ursache für die gestörte Ausschüttung von TSH kann eine Schädigung der Hypophyse in Folge eines Schädel-Hirn-Traumas, ein Tumor an der Hypophyse oder deren operative Entfernung oder Bestrahlung sein.

Im Vergleich zur primären Schilddrüsenunterfunktion kommt die sekundäre Schilddrüsenunterfunktion deutlich seltener vor.

Was ist eine tertiäre Schilddrüsenunterfunktion?

Bei einer tertiäre Schilddrüsenunterfunktion liegt die Ursache der Krankheit im Hypothalamus, einem wichtigen Steuerzentrum im Gehirn.

Im Falle der tertiären Hypothyreose ist der Hypothalamus in seiner Funktion eingeschränkt und produziert zu geringe Mengen des Hormons TRH (Thyreoliberin). Dieses wird für die Herstellung und Freisetzung von Schilddrüsenhormonen benötigt. In Folge treibt die Hypophyse die Schilddrüse nicht ausreichend an und die Hormonproduktion wird eingeschränkt.

Eine Schädigung des Hypothalamus kann beispielsweise in Folge einer Hirnblutung oder eines Unfalls entstehen. Die tertiäre Schilddrüsenunterfunktion ist die seltenste Form der Hypothyreose.

Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion

Der Hypothalamus und die Hypophyse sind für die Funktionssteuerung der Schilddrüse und die
Produktion der Schilddrüsenhormone zuständig.

Der Hypothalamus schüttet das Hormon TRH aus. Dieses regt die Hypophyse an, die dadurch das Hormon TSH freisetzt. TSH regt wiederum die Hormonproduktion in der Schilddrüse an.

Die Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion können demnach auf jeder der drei Ebenen liegen – in der Schilddrüse selbst, in der Hypophyse oder im Hypothalamus. Dementsprechend wird zwischen einer primären, sekundären und tertiären Schilddrüsenunterfunktion entschieden.

Darüber hinaus kann eine Hypothyreose auch in Folge einer Mangelversorgung mit bestimmten Nährstoffen, insbesondere Jod, resultieren. Da Jod ein wichtiger Baustein der Schilddrüsenhormone ist, kann ein starker Jodmangel eine mangelhafte Hormonproduktion in der Schilddrüse nach sich ziehen.

Weitere mögliche Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion sind familiäre Veranlagung, Schilddrüsenkrebs oder eine Chemotherapie bei Krebserkrankung.

Auch eine teilweise oder komplette operative Entfernung der Schilddrüse, zu stark dosierte medikamentöse Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion oder die Einnahme von Medikamenten, die die Aktivität der Schilddrüse reduzieren, können eine Hypothyreose nach sich ziehen.

Schilddrüsenunterfunktion: Diagnose

Die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt in der Regel durch einen Hausarzt.

Damit eine Schilddrüsenunterfunktion effektiv und sicher behandelt werden kann, sollte die Diagnose neben der Erkrankung an sich auch deren Auslöser umfassen.

Im Rahmen der ärztlichen Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt meist zuerst eine Befragung über die typischen Symptome.

Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der die Beschaffenheit der Haut erfühlt und die vordere Halsregion abgetastet wird. Auf diese Weise kann die Größe und Konsistenz der Schilddrüse beurteilt werden.

Zuletzt erfolgt eine Blutentnahme und eine Ermittlung der Laborwerte der Schilddrüsenhormone. Da abhängig von Gewicht und Alter andere Normwerte gelten, werden die Hormonwerte immer individuell bewertet.

Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt?

Um eine Schilddrüsenunterfunktion festzustellen, wird zunächst der TSH-Wert im Blut ermittelt. Die
Konzentration dieses Hormons im Blut gibt Aufschluss darüber, wie stark die Schilddrüse zur Hormonproduktion angeregt wird.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist der TSH-Wert in der Regel erhöht, da die Schilddrüse stärker angeregt werden muss, um ausreichende Mengen an Hormonen zu produzieren. Im Falle einer erhöhten Konzentration an TSH werden zusätzlich die fT3- und fT4-Wert im Blut bestimmt.

Ein normaler fT4-Wert in Kombination mit einem erhöhten TSH-Wert deutet auf das Vorliegen einer Latenten Hypothyreose hin. Im Falle einer zu niedrigen fT4-Konzentration liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor.

In einigen Fällen veranlassen Ärzte weitere Untersuchungen, beispielsweise zur Diagnose der Ursache der Schilddrüsenunterfunktion.

Im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung können die Größe und die Beschaffenheit der Schilddrüse bestimmt werden.

Bei der Szintigrafie wird die Funktion der Schilddrüse mithilfe radioaktiv markierter Stoffe, sogenannten Radionukliden, untersucht.

Gelegentlich werden zudem Gewebeproben entnommen, die anschließend im Labor analysiert werden. Auf diese Weise können Hinweise auf eine Entzündung oder einen Tumor gefunden werden.

Die Schilddrüsenhormone im Überblick

Die Schilddrüsenwerte spielen in der Diagnostizierung von Erkrankungen der Schilddrüse eine Schlüsselrolle. Sie werden anhand der Konzentration der Schilddrüsenhormone TSH, fT3 und fT4 im Blut bestimmt.

Das in der Hypophyse hergestellte Hormon TSH und die teilweise in der Schilddrüse hergestellten Hormone T3 und T4 beeinflussen die Funktionen der Schilddrüse maßgeblich und sind somit für die Funktionen des gesamten Stoffwechsels von großer Bedeutung.

Schilddrüsenhormon: Was ist TSH?

TSH ist die Abkürzung für Thyreoidea-stimulierendes Hormon und wird auch Thyreotropin genannt.

TSH wird im Hypophysenvorderlappen der Hirnanhangsdrüse gebildet. Die Hirnanhangsdrüse ist eine Hormondrüse, die sich in der mittleren Schädelgrube befindet. Die Hypophyse und die Schilddrüse sind über den sogenannten thyreotropen Regelkreis miteinander verbunden. Dieser reguliert die Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen in der erforderlichen Konzentration. Bei Bedarf gibt die Hypophyse TSH ins Blut ab, wodurch die Produktion von Schilddrüsenhormonen angeregt wird.

Der TSH-Wert im Blut gibt demnach Aufschluss über die Funktion der Schilddrüse. Wenn die Blutspiegel der Schilddrüsenhormone T3 und T4 zu niedrig sind, muss die Hormonproduktion der Schilddrüse angeregt werden. Infolgedessen werden höhere TSH-Werte gemessen.

Im Falle einer Funktionsstörung verändert sich zunächst nur der TSH-Wert, da er sehr empfindlich ist und bereits auf kleine Veränderungen des thyreotropen Regelkreises reagiert.

Insofern der TSH-Wert im Referenzbereich liegt, ist eine Funktionsstörung der Schilddrüse unwahrscheinlich.

Bei der Beurteilung des Wertes gilt jedoch zu beachten, dass dieser natürlicherweise schwankt. Das TSH im Blut sinkt im Laufe des Tages und steigt von Nachmittag bis Mitternacht wieder an. Zudem ist der Wert bei älteren Menschen und Kindern meist höher.

Schilddrüsenhormon: Was ist fT3?

Das Schulddrüsenhormon T3 oder Triiodthyronin wird zum Teil direkt in der Schilddrüse gebildet. Zum anderen Teil entsteht es durch die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 (Thyroxin).

Es wird zwischen der im Blut gebundenen Form, dem sogenannten Gesamt-T3, sowie der freien Form fT3
unterschieden. Dieses macht unter einem Prozent des T3 im Körper aus.

Freies T3 liegt im Blut frei vor, was bedeutet, dass es nicht an andere Eiweiße gebunden ist. Da nur die freie Form des Schilddrüsenhormons biologische Wirksamkeit hat, ist sie in der Medizin besonders wichtig.

Anhand des fT3-Spiegels im Blut lässt sich eine Schilddrüsenunterfunktion frühzeitig und zuverlässig diagnostizieren.

Schilddrüsenhormon: Was ist fT4?

T4 oder L-Thyroxin ist streng genommen kein Hormon, sondern ein Prohormon. Das bedeutet, dass es sich dabei um einen Hormonvorläufer handelt, der eine Speicherform der Schilddrüsenhormone darstellt und selbst nicht wirksam ist.

Auch T4 zeigt lediglich in seiner freien, nicht an andere Eiweiße gebundene Form eine biologische Wirksamkeit. Die freie Form des Prohormons wird als fT4 bezeichnet.

Die Schilddrüsenhormone werden aufgrund ihrer molekularen Struktur in T3 und T4 unterschieden. Triiodthyronin oder T3 weist drei Jod-Atome auf, L-Thyroxin oder T4 dagegen vier. Triiodthyronin ist zwar deutlich kurzlebiger als L-Thyroxin, weist aber eine deutlich höhere Wirkung auf. T4 wird durch bestimmte Enzyme in T3 umgewandelt, da nur dieses an die Schilddrüsenhormonrezeptoren in den Zellen binden und dadurch eine Wirkung entfalten kann.

Die Schilddrüsenantikörper

Schilddrüsenantikörper sind Autoantikörper, die im Rahmen verschiedener Schilddrüsenerkrankungen auftreten. Sie sind gegen Gewebebestandteile der Schilddrüse gerichtet und treten insbesondere bei Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis auf.

Im Rahmen der Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt gelegentlich auch ein Antikörpernachweis. Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob die Hormonstörung mit einer Hashimoto-Erkrankung zusammenhängt.

Es wird zwischen drei wichtigen Schilddrüsenantikörpern entschieden. Der Thyreoperoxidase-Antikörper (TPO-AK) kommt bei rund 90 Prozent aller Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis vor. Auch Thyreoglobulin-Antikörper (TG-AK) weisen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Vorliegen einer Hashimoto-Thyreoiditis hin. Der TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK) kommt dagegen nur bei etwa 10 Prozent der Hashimoto-Betroffenen vor.

Unterfunktion der Schilddrüse: Behandlungsmöglichkeiten

Eine Unterfunktion in der Schilddrüsenfunktion wird meist durch eine sogenannte Ersatz- oder Substitutionstherapie behandelt. Dies bedeutet, dass der Hormonmangel durch Hormontabletten ausgeglichen wird, die Patienten in der Regel ihr Leben lang einnehmen müssen. Bei rechtzeitiger und richtig dosierter Behandlung ist die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Betroffenen in der Regel jedoch nicht eingeschränkt.

L-Thyroxin: Was ist das?

In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion mit L-Thyroxin (Levothyroxin). Dabei handelt es sich um ein synthetisch hergestelltes Hormon, das im Körper wie das natürliche Schilddrüsenhormon Thyroxin wirkt und identisch aufgebaut ist.

Im Körper wird es wie das natürlich vorkommende T4 teilweise in das aktive Schilddrüsenhormon Triiodthyronin umgewandelt.

Die L-Thyroxin-Therapie wird stets mit einer niedrigen Dosis begonnen und im Laufe der Zeit langsam auf die individuelle End-Dosis gesteigert. Bei Überdosierung oder zu schneller Steigerung der Dosierung können Herzprobleme oder andere Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten.

Die letztendliche Dosis richtet sich in erster Linie nach dem TSH-Wert des Patienten, da das Ziel der Behandlung darin besteht, diesen zu normalisieren.

Zu Beginn der Therapie und nach jeder Änderung der Dosis wird der Blutwert etwa alle 2 Monate kontrolliert. Sobald die richtige Dosis erreicht wurde, erfolgt die Kontrolle in der Regel nur noch halbjährlich oder jährlich.

Das synthetische Hormon L-Thyroxin muss jeden Morgen auf nüchternen Magen (30 Minuten vor dem Frühstück/Kaffee) eingenommen werden. In der Regel lebenslang.

Schweinehormone (natürliches Schilddrüsenextrakt)

Bei einer Unverträglichkeit des synthetisch hergestellten L-Thyroxins können natürliche Schilddrüsenhormone, die aus der Schilddrüse des Schweins gewonnen werden, eine Alternative darstellen.

Die Präparate enthalten neben Thyroxin auch Triiodthyronin und werden als Schilddrüsenextrakt bezeichnet.

Die Schweinehormone liegen nicht in freier Form vor, sondern sind an Proteine gebunden. Die genaue Zusammensetzung des natürlichen Schilddrüsenextrakts kann sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden.

Die natürlichen Schilddrüsenhormone des Schweins wurden bereits zur Behandlung von Funktionsstörungen der Schilddrüse eingesetzt, bevor die ersten synthetischen Präparate mit L-Thyroxin auf den Markt kamen. Heutzutage können Ärzte natürliches Schilddrüsenextrakt auf Privatrezept verschreiben. Dieses muss von gesetzlich Versicherten jedoch selbst bezahlt werden.

Jod bei Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist die Versorgung mit Jod von größter Bedeutung.

Da die Schilddrüsenhormone T3 und T4 pro Molekül drei beziehungsweise vier Jod-Atome enthalten, braucht die Schilddrüse ausreichende Mengen an Jod, um diese Hormone herstellen zu können.

Werden zu geringe Mengen der Schilddrüsenhormone hergestellt, kommt es zwangsläufig zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. Dementsprechend kann ein Jodmangel eine Hypothyreose auslösen.

Wenn ein Jodmangel die Ursache der Schilddrüsenfunktion ist, kann diese durch eine ausreichende Versorgung mit Jod in Form von jodreichen Lebensmitteln oder entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln behandelt werden.

Selen bei Schilddrüsenunterfunktion

Auch eine ausreichende Versorgung mit Selen ist für eine normale Funktion der Schilddrüse entscheidend. Die Schilddrüse kann nur dann optimal funktionieren, wenn der Selenspiegel im Körper ausreichend hoch ist.

Das Spurenelement wird unter anderem benötigt, um Thyroxin in seine aktive Form Triiodthyronin umzuwandeln. Ein ausgeprägter Selenmangel kann die Funktion der Schilddrüse maßgeblich beeinträchtigen.

Um einer Schilddrüsenunterfunktion vorzubeugen oder diese zu behandeln, ist es also wichtig, regelmäßig ausreichende Mengen an Selen einzunehmen.

Zink bei Schilddrüsenunterfunktion

Auch das Spurenelement Zink nimmt in der Verstoffwechslung der Schilddrüsenhormone eine zentrale Rolle ein. Es wird unter anderem zur Aktivierung von Eiweißen benötigt, die für die Herstellung der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodthyronin benötigt werden.

Ein zu niedriger Zinkspiegel im Blut hat eine verringerte Hormonproduktion in der Schilddrüse zufolge. Da ein Zinkmangel mit einem erhöhten Risiko für Erkrankungen der Schilddrüse einhergeht, ist eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement besonders im Falle einer Schilddrüsenunterfunktion von großer Bedeutung.

Eisen bei Schilddrüsenunterfunktion

Die Schilddrüse benötigt zur Bildung des Enzyms Thyreoperoxidase ausreichende Mengen an Eisen. Da das Enzym an der Bildung von Thyroxin beteiligt ist, ist es für die normale Funktion der Schilddrüse unerlässlich.

Zudem benötigt der menschliche Körper das Spurenelement zur Umwandlung von Thyroxin in Triiodthyronin.

Ein Eisenmangel kann eine Unterfunktion der Schilddrüse verstärken und sogar auslösen, da die Mangelversorgung unweigerlich auch den Stoffwechsel in der Schilddrüse hemmt.

Umgekehrt kann sich eine Schilddrüsenunterfunktion negativ auf die Aufnahme von Eisen auswirken und im schlimmsten Fall eine Blutarmut (Anämie) verursachen. Um dem entgegenzuwirken, wird Personen, die unter einer Schilddrüsenunterfunktion leiden, eine eisenreiche Ernährung oder die Einnahme von Eisenpräparaten empfohlen.

Vitamin D3 bei Schilddrüsenunterfunktion

Die Schilddrüse ist ein besonders lichtempfindliches Organ, das zur Herstellung und Umwandlung der
Schilddrüsenhormone genügend und Vitamin D3 benötigt.

Eine Schilddrüsenunterfunktion geht häufig mit einem zu niedrigen Vitamin-D3-Spiegel im Blut einher. Die Sonneneinstrahlung in den meisten europäischen Ländern reicht insbesondere während der Wintermonate nicht aus, um ausreichende Mengen des Prohormons zu bilden.

Zudem verzehren die wenigsten Menschen ausreichende Mengen an Vitamin-D-reicher Nahrung. Insbesondere im Falle einer Schilddrüsenunterfunktion kann die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln also sinnvoll sein.

Schilddrüsenunterfunktion natürlich behandeln

Neben der konventionellen hormonellen Behandlung gibt es einige Möglichkeiten, eine Schilddrüsenunterfunktion natürlich zu behandeln.

Insbesondere im Falle einer leichten Unterfunktion kann eine natürliche Behandlung durch eine Ernährungsumstellung und eine ergänzende Einnahme der Spurenelemente Jod, Selen, Zink und Eisen sowie des Vitamin D3 erfolgen.

Zudem können homöopathische Mittel sowie Schüssler Salze zum Einsatz kommen. Diese eignen sich sowohl zur alleinigen Behandlung leichter Schilddrüsenveränderungen, die keine hormonelle Behandlung erfordern, als auch zur ergänzenden Unterstützung der schulmedizinischen Therapie.

Homöopathische Mittel, die im Rahmen einer Unterfunktion der Schilddrüse angewandt werden, sind
zum Beispiel Pulsatilla, Graphites, Barium Jodatum und Calcium Carbonicum.

Schüßler Salze, die sich zur Behandlung einer Hypothyreose eignen, sind die Salze Nr. 7 (Magnesium phosphoricum), Nr. 14 (Kalium bromatum) sowie Nr. 15 (Kalium jodatum).

Eine individuelle Behandlung mit natürlichen Heilmitteln sollte jedoch nicht ohne vorherige Absprache mit einem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker erfolgen.

Schilddrüsenunterfunktion nicht behandeln: Was kann passieren?

Eine Schilddrüsenunterfunktion, die über mehrere Jahre nicht behandelt wird, kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Dazu gehören beispielsweise

  • Unfruchtbarkeit,
  • Wassereinlagerungen im Körper (Ödeme),
  • Arterienverkalkung (Arteriosklerose),
  • stark erhöhter Cholesterinspiegel,
  • starke Depressionen,
  • Orientierungsstörungen,
  • Halluzinationen und
  • Wahnvorstellungen.

Durch die Verlangsamung des gesamten Stoffwechsels wird zudem die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung eingeschränkt, was starke Mangelerscheinungen zur Folge haben kann.

Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen kann eine unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion Wachstums- und Entwicklungsstörungen bis hin zu schwerer körperlicher und geistiger Behinderung zur Folge haben.

In extremen Fällen kann eine unbehandelte Unterfunktion der Schilddrüse zudem ein lebensgefährliches Myxödemkoma auslösen. Die Gefahr dafür steigt drastisch an, wenn Betroffene durch Narkosen, Infektionen oder Medikamente mit beruhigender Wirkung zusätzlich geschwächt sind. Bei einem Myxödemkoma kommt es zu starken Schwellungen im Gesicht und in den Gliedmaßen, starkem Blutdruckabfall, Unterkühlung und Sauerstoffmangel.

Krankheitsverlauf einer Schilddrüsenunterfunktion

Der Krankheitsverlauf einer Schilddrüsenunterfunktion hängt von deren Ursache ab.

Bei einer Hypothyreose infolge einer Entzündung der Schilddrüse entwickeln sich die Symptome meist schleichend, da das Schilddrüsengewebe langsam zerstört wird. Die verbleibende Schilddrüse kann den Verlust über einen langen Zeitraum durch eine gesteigerte Hormonproduktion ausgleichen. Sobald dies nicht mehr möglich ist, entwickeln sich zunehmend Symptome, denen mit der Einnahme von Hormonen jedoch entgegengewirkt wirken kann.

Insofern die Dosierung genau eingehalten wird, können Betroffene ein normales Leben führen und sind weder in ihrer Leistungsfähigkeit, noch in ihrer Lebenserwartung eingeschränkt. Eine alternative Behandlung mit Schweinehormonen erzielt in der Regel vergleichbare Erfolge.

Bei anderen Ursachen der Schilddrüsenunterfunktion, beispielsweise nach operativer Entfernung des Organs, können Symptome dagegen schneller auftreten. Auch in diesen Fällen verschwinden die Beschwerden, sobald der Hormonmangel medikamentös ausgeglichen wird.

Bei einer angeborenen Unterfunktion der Schilddrüse ist es entscheidend, die Hormonersatztherapie möglichst bald nach der Geburt zu beginnen, um Wachstums- und Entwicklungsstörungen vorzubeugen.

Aus Sicht der modernen Schulmedizin ist eine Unterfunktion der Schilddrüse nur dann heilbar, wenn die Erkrankung durch hormonelle Verhütungsmittel, Cortison oder einen Jodmangel hervorgerufen wurde. In diesen Fällen verschwinden die Symptome meist mit Absetzen der Medikamente beziehungsweise die vermehrte Einnahme von Jod.

Kinderwunsch und Schilddrüsenunterfunktion: Was sollte beachtet werden?

Funktionsstörungen der Schilddrüse zählen zu den Hauptursachen für unerfüllten Kinderwunsch. Da die Schilddrüsenhormone für eine normale Geschlechtsfunktion und die Funktion der Keimdrüsen benötigt werden, kann eine Schilddrüsenunterfunktion bei Frauen unter anderem Störungen des Menstruationszyklus und der Eizellreifung zur Folge haben.

Selbst eine Latente Hypothyreose kann in einigen Fällen hormonelle Störungen und Fruchtbarkeitsprobleme nach sich ziehen. Im Falle eines unerfüllten Kinderwunsches gehört eine Messung der Schilddrüsenwerte deshalb zur Basisdiagnostik. Die Untersuchungsergebnisse geben Aufschluss darüber, ob eine Störung der Schilddrüse Ursache für das Ausbleiben der Schwangerschaft ist.

Im Falle einer vorliegenden Unterfunktion der Schilddrüse wird eine Substitutionstherapie eingeleitet, um den Mangel an Schilddrüsenhormonen auszugleichen. Sobald der Hormonmangel ausgeglichen wurde, können Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion meist problemlos schwanger werden.

Schilddrüsenunterfunktion während der Schwangerschaft

Wenn eine Schilddrüsenunterfunktion medikamentös behandelt wird, läuft eine Schwangerschaft in der Regel ganz normal ab. Viele Ärzte raten Betroffenen jedoch, erst dann schwanger zu werden, wenn die End-Dosis erreicht wurde und die Betroffene mit den Medikamenten gut zurechtkommt.

Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Schilddrüsenhormonen durch die erhöhte Stoffwechselaktivität um bis zu 50 Prozent. Die tägliche Versorgung mit den Spurenelementen Jod, Selen, Zink und Eisen sollte deshalb den erhöhten Bedürfnissen angeglichen werden.

Insbesondere der tägliche Bedarf an Jod liegt während der Schwangerschaft deutlich höher als gewöhnlich. Die Schilddrüse des Ungeborenen ist auf eine ausreichende Jodzufuhr vor allem während der Frühschwangerschaft angewiesen.

In den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft ist die Schilddrüse des Kindes noch nicht in der Lage, Schilddrüsenhormone selbst zu produzieren. Eine unzureichende Jodversorgung während der Schwangerschaft kann schwere Entwicklungsstörungen des Kindes zur Folge haben.

Zudem kann es passieren, dass die schwangere Frau infolge der Mangelversorgung eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt.

Behandlungsmöglichkeiten einer Schilddrüsenunterfunktion während der Schwangerschaft[

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann auch während der Schwangerschaft mit L-Thyroxin-Tabletten behandelt werden. Da die Hormontabletten bei richtiger Dosierung keine Nebenwirkungen erzeugen, können Sie auch in dieser Lebensphase bedenkenlos eingenommen werden.

Werdende Mütter erhalten aufgrund der erhöhten Stoffwechselaktivität eine erhöhte Dosis an L-Thyroxin. Während der Schwangerschaft werden die Schilddrüsenwerte regelmäßig überprüft, um die Dosierung optimal an den steigenden Bedarf anzupassen. Nach der Geburt wird die Dosis wieder reduziert.

Ernährung bei einer Schilddrüsenunterfunktion

Eine jodreiche Ernährung ist bei einer Schilddrüsenunterfunktion von größter Bedeutung. Seefisch wie Seelachs, Kabeljau und Scholle; Meeresfrüchte wie Garnelen und Miesmuscheln sowie Algen sind besonders gute Jodlieferanten.

Auch Eier, Spinat, Brokkoli, Rindfleisch und Kiwi enthalten größere Mengen an Jod.

Die Verwendung von jodiertem Speisesalz kann zusätzlich dazu beitragen, einen Jodmangel auszugleichen oder diesem vorzubeugen.

Eine Hypothyreose, die durch Jodmangel ausgelöst wurde, kann durch eine jodreiche Ernährung sogar erfolgreich behandelt werden.

Zudem ist es entscheidend, ausreichende Mengen an Selen, Zink und Eisen einzunehmen. Neben geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln enthalten auch Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch, Fleisch und Milchprodukte große Mengen dieser Spurenelemente.

Da eine Schilddrüsenunterfunktion unweigerlich zu einer Verlangsamung der Stoffwechselprozesse führt, erfordert sie eine vollwertige und abwechslungsreiche, aber eher kalorienarme Ernährung.

Neben einer ausreichenden Zufuhr von Jod, Selen, Zink und Eisen sollten Lebensmittel verzehrt werden, die reich an Magnesium und den Vitaminen A, B12, C und D sind. Diese Nährstoffe zeigen einen positiven Einfluss auf typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion wie Müdigkeit und Stoffwechselanomalien.

Zudem gilt zu beachten, dass sich die hormonellen Medikamente nicht mit allen Lebensmitteln vertragen. Kalziumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte und Fruchtsäfte blockieren die Aufnahme des L-Thyroxins aus dem Darm und führen so zu einer Veränderung des Hormonspiegels.

Auch sogenannte goitrogene Substanzen sollten im Falle einer Hypothyreose nur in geringen Mengen und nach Möglichkeit nicht roh verzehrt werden. Dabei handelt es sich um Stoffe, die den Jodstoffwechsel beeinträchtigen und eine Vergrößerung der Schilddrüse begünstigen können.

Goitrogene Substanzen sind beispielsweise in

  • Radieschen,
  • Kohl,
  • Senf,
  • Meerrettich,
  • Bittermandeln,
  • Bambussprossen,
  • Hirse und
  • Leinsamen

enthalten.

Gewichtszunahme durch Schilddrüsenunterfunktion

Da eine Schilddrüsenunterfunktion zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels führt, kann es beim Betroffenen trotz gleichbleibender Ernährungsgewohnheiten zu ungewollter Gewichtszunahme kommen.

In Folge der geringeren Hormonproduktion kommt es zu einem verminderten Grundumsatz. Der Grundumsatz bezeichnet die Energiemenge, die der Körper im Ruhezustand benötigt, um alle wichtigen Körperfunktionen aufrechtzuhalten.

Kalorien, die der Körper nicht benötigt, werden in Fett umgewandelt und es kommt zu Gewichtszunahme. Zudem kommt es bei einer Unterfunktion der Schilddrüse zu vermehrter Wassereinlagerung im Gewebe.

Um einer Gewichtszunahme durch Schilddrüsenunterfunktion entgegenzuwirken, spielt neben der medikamentösen Behandlung mit Schilddrüsenhormonen und ausreichender Bewegung die richtige Ernährung eine große Rolle.

Im Zweifelsfall kann ein Ernährungsberater bei der Erstellung eines geeigneten Ernährungsplans behilflich sein.

Fazit

Eine Schilddrüsenunterfunktion ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, deren Nichtbehandlung schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Sofern die Krankheit rechtzeitig behandelt wird, können Betroffene jedoch ein glückliches und vollkommen beschwerdefreies Leben führen.

Die Behandlung erfolgt in der Regel durch die Einnahme synthetisch hergestellter Hormone, kann in einigen Fällen aber auch auf natürlichem Wege erfolgen.

Da Funktionsstörungen der Schilddrüse häufig mit Nährstoffmängeln zusammenhängen, kann eine ausreichende Versorgung mit Spurenelementen und Vitaminen dabei helfen, dem Auftreten von Erkrankungen vorzubeugen und die Symptome bereits bestehender Erkrankungen zu lindern. Insbesondere während der Schwangerschaft ist es entscheidend, die Nährstoffzufuhr dem erhöhten Bedarf anzupassen.